DRM Newsletter Papier Header

​Sehr geehrte Damen und Herren,

 

herzlich willkommen zur ersten Ausgabe unseres Newsletters, mit dem wir Sie künftig mehrmals im Jahr über neueste Entwicklungen im Bereich Energiemanagement innerhalb der Papierindustrie informieren. Unser Ziel ist es, Sie mit wertvollen Fakten und Expertenmeinungen über technische Innovationen zu versorgen, die die Energiekosten senken.

 

Energieeffiziente Anlagen und Verfahren werden auch auf der bevorstehenden ZELLCHEMING-Expo (28.-30.06.16) in Frankfurt am Main wieder zu den großen Themen gehören. Zu Recht, denn hinsichtlich der Umsatzentwicklung wachsen die Bäume für die Papierbranche hierzulande bekanntlich nicht mehr in den Himmel. Die Kostenseite rückt daher immer weiter in den Fokus.

 

Die Energiewende hat auch in der Papier- und Druckbranche spannende Neuerungen mit sich gebracht. Welche Chancen wir hierin für die Zukunft der Unternehmen sehen und wie Sie von Refinanzierungsmöglichkeiten profitieren können, erfahren Sie weiter unten.

 

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wie DONG Energy Sales Sie dabei unterstützt, durch die Vermarktung von Reserveenergie neue Erlösquellen zu erschließen, schreiben Sie mir eine Mail an ENNWO@dongenergy.de. Ich stehe Ihnen dazu gern Rede und Antwort.

 

​Beste Grüße, Ihr 

Dr. Enno Wolf

Dr. Enno Wolf, Geschäftsführer DONG Energy Sales GmbH

 

Dr. Enno Wolf
Geschäftsführer
DONG Energy Sales GmbH

 

 

„Beim Energieverbrauch doppelt profitieren!"„Beim Energieverbrauch doppelt profitieren!"

​Nicht nur die Kosten senken, sondern auch Zusatzerlöse generieren: das gelingt mit dem kombinierten Einsatz von Demand Response Management und Lastenmanagement. Ein Überblick über Vorteile, Unterschiede und für welche Unternehmen die Verfahren sich wirklich lohnen. 

Um Energie intelligent zu managen, nutzt die Papierindustrie verschiedene Möglichkeiten. Im Kurzinterview erklärt Andreas Svendstrup-Bjerre, Senior Energy System Architect bei DONG Energy, die Verfahren Lastmanagement und Demand Response Management.

Herr Svendstrup-Bjerre, was ist der Unterschied zwischen dem Lastmanagementverfahren und Demand Response Management?

Lastmanagement wird in der Papierbranche schon häufig eingesetzt. Es steht für die gezielte Steuerung des Energieverbrauchs – verbunden mit dem Ziel, kostenintensive Lastspitzen in Produktion und Verarbeitung weitgehend zu vermeiden. Hierbei geht es also um die Möglichkeit, Energie einzusparen. Das Verfahren des Demand Response Managements (DRM) ist hingegen noch nicht so häufig im Einsatz. Es zielt darauf ab, Flexibilitätspotenziale über ein automatisiertes Verfahren dem Regelenergiemarkt zur Verfügung zu stellen. Das Ziel ist es, durch die Vermarktung vorhandener Flexibilitäten zusätzliche Erlöse zu generieren.

Sollten Unternehmen sich für eines der beiden Verfahren entscheiden oder können diese auch zusammen genutzt werden?

Tatsächlich ist es sogar so, dass Unternehmen, die auf beide Verfahren setzen, beim Energieverbrauch doppelt profitieren! Lastmanagement und DRM sind Verfahren, die einander nicht widersprechen, sondern sich gegenseitig ergänzen. Unternehmen können beide ohne Einschränkungen parallel einsetzen. Mehr noch: Betriebe, die bereits das Lastmanagementverfahren nutzen, sind technisch bereits bestens aufgestellt, um auch DRM einzusetzen.

Gibt es besondere Anforderungen an Unternehmen, die nun neben dem Lastmanagement auch DRM einsetzen wollen?

Zunächst einmal sind keine Investitionen in die Anlagentechnik notwendig, um DRM zu nutzen. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Unternehmen die Möglichkeit hat, seine Produktions- und Erzeugungsprozesse flexibel zu gestalten. Aus wirtschaftlicher Sicht besonders interessant wird es, je mehr vermarktbare Leistung das Unternehmen zur Vermarktung am Regelenergiemarkt bereitstellen kann. Ein grober Wert: Kunde und DRM-Anbieter erzielen mit der Vermarktung von einem Megawatt flexibler Verbrauchs- und Erzeugungskapazität am Regelenergiemarkt gemeinsam pro Jahr etwa 60.000 Euro.

1.00000000000000http://assets.dongenergy.com/DONGEnergyImages/Hero_DE/hero_LP_DRM_DE.jpg, Beim Energieverbrauch doppelt profitieren0
Trends zur Energieeinsparung und Generierung von Zusatzerlösen in der PapierindustrieTrends zur Energieeinsparung und Generierung von Zusatzerlösen in der Papierindustrie

​Im Interview spricht Dr. Joachim Schönbeck, Vorstandsmitglied der ANDRITZ AG und verantwortlich für den Geschäftsbereich PULP & PAPER (Neuanlagen), über Trends zur Energieeinsparung in der Papierindustrie, die Bedeutung eines optimierten Wärmehaushaltes und Möglichkeiten, durch flexible Prozesse Zusatzerlöse zu generieren.

Herr Dr. Schönbeck, die Papier- und Zellstoffindustrie gehört zu den größten industriellen Energieverbrauchern in Deutschland. Was sind die wichtigsten Maßnahmen die sich als optimal für die Energieeinsparung herausgestellt haben?

„Ein wichtiger Trend geht dahin, das Gewicht der Papier-/Verpackungsprodukte bei gleichbleibenden physikalischen Eigenschaften zu reduzieren. Durch das geringere Gewicht wird der erforderliche Energieverbrauch des Gesamtprozesses verringert. Andere Trends zielen darauf ab, mit optimierten Maschinenkonfigurationen, vor allem Pressenkonfigurationen, den Bedarf an thermischer Trocknung auf ein Minimum zu reduzieren.

Heutzutage erzeugt eine nahezu neue moderne Zellstofffabrik rund 2,5 Mal mehr Strom als sie verbraucht. Die im Vergleich zu alten Anlagen signifikant verbesserte Energiebilanz ist vor allem auf die vollständige Verwertung aller Nebenprodukte sowie die verbesserte Kesseltechnologie mit hohem Dampfdruck und hohen Temperaturen zurückzuführen.

Durch die Verwertung der Rückstände bei der Papierproduktion aus der Sortierung und Siebung kann mittels Pyrolyse und Gasifizierung ebenso Energie (Strom, thermische Energie) gewonnen werden. Diese chemisch-thermische Umwandlung bzw. Verbrennung hat zudem viele positive Nebeneffekte: weniger Transport- und Deponiekosten für die Rückstände sowie geringere Kosten für Energie und verminderte Abhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung."

In welchen Prozessstufen lassen sich effiziente Energiesparmaßnahmen am besten durchführen?

„Als wirksamste Maßnahme zur Energieeinsparung erwies sich die Erhöhung der mechanischen Entwässerungsleistung. Jedes Prozent an höherem Trockengehalt, das in der mechanischen Entwässerung erreicht wird, ergibt eine 4-prozentige Energieeinsparung in der thermischen Trocknung.

Die zweitwirksamste Maßnahme ist die Weiterverwendung der oft ungenützten Überschusswärme aus dem Prozess. So kann beispielsweise bei Hygiene-Papiermaschinen die Abwärme aus der Hochtemperaturhaube zur Dampferzeugung wiederverwendet werden. Dieser Dampf wird gleichzeitig auch zur Heizung des Trockenzylinders eingesetzt. In sehr vielen Fällen haben solche Investitionen eine Amortisationsdauer von bereits unter 18 Monaten.

In der mechanischen Zerfaserung entsteht der höchste Energieverbrauch beim Mahlprozess. Durch den möglichst weitgehenden Austausch von HC (High-Consistency)-Refinern (mit hohem Energieverbrauch) durch LC (Low-Consistency)-Refinern kann der Bedarf an Mahlenergie deutlich gesenkt werden.

Weitere potenzielle Einsparungen liegen im Bereich der Rückgewinnung von Dampf aus den Prozessstufen der mechanischen Zerfaserung, welcher dann wieder in spezifischen Verfahrensschritten eingesetzt werden kann, oder in der Rückgewinnung von Dampf und Filtrat bei der Integration von mechanischen Zerfaserungslinien in einem Kraftzellstoffwerk."

Lesen Sie hier das vollständige Interview:
Download Interview als PDF

Unser Experte Dr. Joachim Schönbeck ist seit 2014 Vorstandsmitglied der ANDRITZ AG. Er ist verantwortlich für den Geschäftsbereich PULP & PAPER (Neuanlagen), METALS sowie gruppenweit für Qualitäts- und Sicherheitsmanagement. Die ANDRITZ-GRUPPE ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metall-verarbeitende Industrie und Stahlindustrie sowie die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung. Weltweit beschäftigt ANDRITZ mit Sitz in Graz, Österreich, rund 24.200 Mitarbeiter.

 

2.00000000000000http://assets.dongenergy.com/DONGEnergyImages/DRM_DE/DRM_NewsPapier_JoachimSchoenbeck_DE.jpg, Joachim Schöbeck, Andritz AG0
Mehr Energieeffizienz in der SiebpartieMehr Energieeffizienz in der SiebpartieWelches Energie-Potenzial in der Siebpartie steckt, zeigen kürzlich veröffentlichte Fachbeiträge der Villforth Siebtechnik GmbH. Erfahren Sie mehr darüber, wie Unternehmen die Siebpartie effizienter gestalten können.

Denn: Nur auf den ersten Blick scheint es, dass dieses Verfahren mit einem direkten Energiebedarf von 15 Prozent zunächst keinen großen Anteil an der Effizienzrechnung hat. Doch die Blattbildung hat tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf die nachfolgende Trocknungsphase. Denn der Trocknungsvorgang nimmt 65 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Anspruch.

Besonders im Entwässerungskreislauf kann durch die Anordnung der Entwässerungselemente und die optimale Einstellung der Flachsauger am meisten Energie gespart werden. Ein harmonisch gestalteter Entwässerungsverlauf entzieht Wasser in der Sieb- und Presspartie deutlich besser, als die energieintensive Trocknungsphase.

Auch im Bereich der Flachsauger wird bis zu 75 Prozent der Antriebsleistung der Siebpartie verbraucht. Hier verbirgt sich ein hohes Potenzial zur Energieeinsparung. Denn durch das entstehende Vakuum beim Saugvorgang werden das Papierfließ und das Sieb an den Sauger gepresst. Hierbei entsteht Reibung und Verschleiß. Vorbeugende Maßnahmen in Form von abriebfestem Polyamid und Polyester an der Laufseite des Siebs führen dazu, dass Wasser absorbiert wird. Durch das Aufquillen kann es zu hochstehenden Siebrändern kommen. Außerdem ist der Drahtdurchmesser von PET und PA nach der Wasseraufnahme nicht mehr identisch, was zu einer erhöhten Reibungsrate und damit zum Verschleiß führen kann. Durch einen innovativen Werkstoff an der Laufseite des Siebes soll nun die Antriebsleistung um 30 Prozent gesenkt und damit die Abriebrate deutlich reduziert werden.

Weitere Informationen zur Energieeffizienz in der Siebpartie erhalten Sie unter:
www.papierundtechnik.de
www.villforth.com

3.00000000000000http://assets.dongenergy.com/DONGEnergyImages/DRM_DE/Papier_Siebpartie_VoithPaper_967x545_DE.jpg, Siebpartie Voith Paper0

Zahl des Monats

 

4,17 MW - durchschnittliches Flexibilitätspotenzial von Unternehmen in der Papier- und Zellstoffindustrie

 

4,17 MW - so hoch ist das durchschnittliche Flexibilitätspotenzial von Unternehmen in der Papier- und Zellstoffindustrie*

 

Pro Megawatt flexibler Verbrauchs- und Erzeugungskapazität können Unternehmen gemeinsam mit einem Anbieter für Demand Response Management durch die Vermarktung am Regelenergiemarkt im Jahr etwa 60.000 Euro Zusatzerlöse generieren.

 

* Berechnung anhand von internen DONG Energy Statistiken

 

 

Überblick über die Leistungspreise für Regelenergie in DeutschlandÜberblick über die Leistungspreise für Regelenergie in Deutschland

​In diesem Artikel wird ein Überblick über die Entwicklung der Leistungspreise für die Minuten- und Sekundärreserve in den Jahren 2015 und 2016 gegeben. 

Die Zahlungen für die Teilnehmer am Demand Response Management Programm von DONG Energy setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: Der Leistungspreis ist eine feste Zahlung, für die Bereitschaft Regelleistung vorzuhalten und Ihre Anlagen zur Verfügung zu stellen und der Arbeitspreis deckt die Kosten zur Aktivierung der Anlagen ab. Dieser Artikel behandelt die Bezahlung der Leistungsvorhaltung.

Der Leistungspreis zur Bereitstellung der verschiedenen Regelenergieleistungen variiert im Jahresverlauf sowie von Jahr zu Jahr. Wir beobachten zwar einen generellen Abwärtstrend bei den Leistungspreisen, aber die meisten Regelleistungen versprechen nach wie vor einen guten Gewinn.

Leistungspreise für die Sekundärreserve

Die Abbildung unten zeigt die Entwicklung der Leistungspreise für die Sekundärreserve. Der übliche Spitzenwert in der Sekundärreserve um Weihnachten beruhigte sich 2016 etwas früher als 2015. Darüber hinaus war ein Rückgang der durchschnittlichen Leistungspreise für die Sekundärreserve zu beobachten. Die positive Sekundärreserve verzeichnet aber in letzter Zeit ein deutliches Anwachsen der Leistungspreise und verspricht wieder lukrativere Erlöse.

Leistungspreis SRL 2015-2016 Überblick Übersicht über den gewichteten Mittelwert der Leistungspreise für die Sekundärreserve im Zeitraum Januar 2015 bis Anfang Juni 2016. Zu Vergleichszwecken zeigen die beiden Diagramme rechts nur die Monate Januar bis Mai 2015 bzw. 2016. Bei allen Diagrammen zeigt die Primärachse die Kalenderwoche und die Sekundärachse den Leistungswert pro MW, der den Märkten angeboten wurde. Bitte beachten Sie, dass der Wert auf das ganze Jahr gerechnet angegeben ist, so als habe der Preis pro Einzelwoche dem Preis für alle Wochen des Jahres entsprochen.

 

Leistungspreise für die Minutenreserve

Die Abbildung unten zeigt die Entwicklung der Leistungspreise für die Minutenreserve. Wie bei der Sekundärreserve beruhigte sich der weihnachtliche Spitzenwert der Leistungspreise 2016 früher als 2015. Zudem blieben die Preise von 2015 auf 2016 relativ unverändert. Beachten Sie jedoch, dass es in der letzten Periode zu einem leichten Anstieg der Preise für die positive Minutenreserve kam.

Leistungspreis MRL 2015-2016 ÜberblickÜbersicht über den gewichteten Mittelwert der Leistungspreise für die Minutenreserve im Zeitraum Januar 2015 bis Anfang Juni 2016. Zu Vergleichszwecken zeigen die beiden Diagramme rechts nur die Monate Januar bis Mai 2015 bzw. 2016. Bei allen Diagrammen zeigt die Primärachse die Kalenderwoche und die Sekundärachse den Leistungspreis pro MW, der den Märkten angeboten wurde. Bitte beachten Sie, dass der Wert auf das ganze Jahr gerechnet angegeben ist, so als habe der Preis pro Einzelwoche dem Preis für alle Wochen des Jahres entsprochen.

 

1.00000000000000http://assets.dongenergy.com/DONGEnergyImages/DRM_DE/MRL_SRL_2015_2016_teaser_160616_DE.jpg, Leistungspreise MRL SRL 2105-2016 Grafik0

Gewinnspiel

​Nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil und mit etwas Glück gehört Ihnen einer von zwei Wind-Energie Experimentierkästen. Beantworten Sie einfach die Gewinnspielfrage und schicken Sie Ihre Antwort mit Lieferanschrift per E-Mail an: DRM_Plus@dongenergy.de. Aus allen richtigen Einsendungen ziehen wir zwei glückliche Gewinner. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2016.  

 

Gewinnfrage:
In welchem Bereich der Siebpartie wird bis zu 75 Prozent der Antriebsleistung verbraucht?


1. Bereich der Flachsauger
2. Bereich der Pressen
3. Bereich des Formens

 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer ist nur zu einer Einsendung berechtigt. Bei mehrfacher Einsendung wird der Teilnehmer vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Mitarbeiter von DONG Energy und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Wind Experimentierkasten

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