Abschaltbare Lasten (AbLaV)

Was ist die Abschaltverordnung (AbLaV)?

 

Die Abschaltverordnung (auch “Verordnung zu abschaltbaren Lasten” oder “AbLaV“) fördert seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2012 die Nutzung von abschaltbaren Lasten in der Industrie mit dem Ziel einer Stabilisierung der Übertragungsnetze. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2016 außer Kraft. Als abschaltbare Lasten werden stromintensive Prozesse der vorwiegend verarbeitenden Industrie definiert, die kurzfristig abgeschaltet oder gedrosselt werden können, sobald dies zur Stabilisierung einer verminderten Netzfrequenz erforderlich wird. Diese Deaktivierung von Industrieprozessen ist dabei in ihrer Wirkung vergleichbar mit positiver Regelenergie.

 

Anreiz zur freiwilligen Abschaltung von Industrieprozessen

 

Mit der Abschaltverordnung führte der Staat einen zusätzlichen Anreiz zur freiwilligen Abschaltung von Industrieprozessen ein, um so das Volumen der bisher dem Regelenergiemarkt zur Verfügung stehenden potentiell abschaltbaren Lasten zu erhöhen. Die Verordnung zu abschaltbaren Lasten sieht vor, dass Unternehmen belohnt werden, die ihren Stromverbrauch schnell auf Zuruf drosseln können. Die abschaltbare Last von mindestens 50 MW kann ein Industrieunternehmen selbstständig oder auch im Verbund mit anderen Unternehmen einbringen – zum Beispiel in einem virtuellen Kraftwerk  oder Energiesystem.

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Vertriebsleiter

 

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